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TRAM2000

Rhein-Neckar Verkehrs GmbH (RNV) - Fahrzeugpark

letzte Aktualisierung: 20. April 2017

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Bitte wählen Sie die gewünschte Typenliste mit dem entsprechenden Klick in der folgenden Übersicht aus. Einen allgemeinen Abriss zum Straßenbahn-Fahrzeugpark der Rhein-Neckar Verkehrs GmbH finden Sie unter dieser Übersicht.

Nach dem Zusammenschluss der 5 Betriebe zur Rhein-Neckar Verkehrs GmbH war es nur eine Frage der Zeit wann das Nummernsystem der Fahrzeuge angepasst werden würde. Dies ist mit Wirkung von 2009 nun geschehen. Die Fahrzeugnummern der ehemaligen Betriebe bleiben bestehen. Ihnen wird jeweils eine Ziffer vorangestellt. Die RHB-Fahrzeuge erhalten die Ziffer 1, die Ludwigshafener Triebwagen die Ziffer 2, die Heidelberger Triebwagen die Ziffer 3, die OEG-Triebwagen die Ziffer 4 und die ehemaligen Mannheimer Fahrzeuge die Ziffer 5. Zunächst gilt dies nur als interne Lösung, die alten Fahrzeugnummern bleiben angeschrieben. Die neuen Fahrzeugnummer erhalten die Bestandsfahrzeuge erst mit einer Neulackierung, Neufahrzeuge selbstverständlich sofort. Wir reagieren auf die Umzeichnungen mit der Erneuerung der einzelnen Listen unabhängig von dem Fortschreiten der Umzeichnung.

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- Niederflur-Gelenktriebwagen "Variobahn"
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V6 - Niederflur-Gelenktriebwagen - TW-4117 bis TW-4122 (ex. OEG)
RNV6 - Niederflur-Gelenktriebwagen - TW-4123 (...) bis TW-4162 (ex. OEG)
RNV6 - Niederflur-Gelenktriebwagen - TW-2215 bis TW-2222 (ex. LU)
RNV8 - Niederflur-Gelenktriebwagen - TW-3273 bis TW-3288 (ex. HD)
RNV8 - Niederflur-Gelenktriebwagen - TW-273 bis TW-280 (HSB)
RNV8 - Niederflur-Gelenktriebwagen - TW-5701 bis TW-5716 (ex. MA)
RNV8 - Niederflur-Gelenktriebwagen - TW-701 bis TW-713 (MVV)
RNV6 - Niederflur-Gelenktriebwagen - TW-5761 bis TW-5763 (ex. MA)
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- 6MGT / ET8N - Niederflur-Gelenktriebwagen
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6MGT - Niederflur-Gelenktriebwagen - TW-2201 bis TW-2214 (ex. LU)
MGT6D - Niederflur-Gelenktriebwagen - TW-3261 bis TW-3272 (ex. HD)
6MGT - Niederflur-Gelenktriebwagen - TW-5601 bis TW-5650 (ex. MA)
6MGT - Niederflur-Gelenktriebwagen - TW-601 bis TW-650 (MVV)
ET8N - Niederflur-Gelenktriebwagen - TW-1031 und TW-1032 (ex. RHB)
ET8N - Niederflur-Gelenktriebwagen - TW-1041 bis TW-1043 (ex. RHB)
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- M8C / M8C-NF - Gelenktriebwagen (mit Niederflur-Mittelteil)
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M8C-NF - Gelenktriebwagen - TW-3251 bis TW-3258 (ex. HD)
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- GT8 - Gelenktriebwagen
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GT8-ZR - Gelenktriebwagen - TW-4082 bis TW-4110 (ex. OEG)
GT8K-ZR - Gelenktriebwagen - TW-4111 bis TW-4116 (ex. OEG)
GT8-ER - Gelenktriebwagen - TW-2148 (...) bis TW-2159 (ex. LU)
GT8-ZR - Gelenktriebwagen - TW-3201 bis TW-3204 (ex. HD)
GT8N-ER - Gelenktriebwagen - TW-5501 bis TW-5523 (ex. MA)
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- GT6 - Gelenktriebwagen
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GT6-ER - Gelenktriebwagen - TW-101 bis TW-152 (ex. LU)
GT6-ER - Gelenktriebwagen - TW-201 bis TW-213 (ex. HD)
GT6-ER - Gelenktriebwagen - TW-301 bis TW-304 (ex. OEG)
GT6-ZR - Gelenktriebwagen - TW-3214 bis TW-3244 (ex. HD)
GT6-ER - Gelenktriebwagen - TW-312 bis TW-400 (ex. MA)
GT6-ER - Gelenktriebwagen - TW-401 bis TW-470 (ex. MA)
ET6 Gelenktriebwagen - TW-1011 bis TW-1018 (ex. RHB)
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- ET12 - Gelenktriebwagen
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ET12 Gelenktriebwagen - TW-1019 bis TW-1022 (ex. RHB)
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Kein Bild
- Beiwagen
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B4 Großraumbeiwagen - BW-181 bis BW-205 (ex. OEG)
B4 - Großraumbeiwagen - BW-311 bis BW-314 (ex. OEG)
EB6 Gelenkbeiwagen - BW-1051 bis BW-1058 (ex. RHB)
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Geschichte Fahrzeugpark

Die Geschichte der Betriebe von Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg, der Oberrheinischen Eisenbahngesellschaft (OEG) und der Rhein-Haardt-Bahn (RHB) hängt auf Grund der Nähe eng zusammen. Der Betrieb von gemeinsamen Linien in die jeweiligen Gebiete ließ die Grenzen verschwimmen. Gleiches gilt im wesentlichen für den Fahrzeugpark der Unternehmen. So beschafften Mannheim und die RHB gemeinsam Fahrzeuge zum Einsatz auf der RHB. Die Mannheim gehörenden Wagen wurden später von Ludwigshafen übernommen. Dies geschah 1977 mit der Abgabe der RHB-Geschäftsanteile an Ludwigshafen. So wurden die in den 1990er Jahren in Dienst gestellten MGT8D auch von der RHB und Ludwigshafen gemeinsam beschafft. Schon 1913 wurden auf der RHB Zweisystemtriebwagen für 500 V Gleichstrom im Stadtgebiet von Mannheim und 1200 V für die als Eisenbahn konzessionierte Strecke zwischen Oggersheim und Bad Dürkheim in Betrieb genommen. Zunächst kamen 4-achsige Triebwagen die mit mehreren zweiachsigen Beiwagen behängt worden zum Einsatz. Ab 1959 folgten 6-achsige Gelenktrieb- und Beiwagen. Die Fahrspannung wurde am 12. April 1965 einheitlich auf 750 V Gleichstrom umgestellt. Die 1967 von der DÜWAG gelieferten 12-achsigen Gelenktriebwagen waren daher auch nur noch für diese Spannung ausgelegt.

Der Einsatz von 6-achsigen Gelenkwagen in Einrichtungsbauweise bedingte in Mannheim und Ludwigshafen das anlegen von Wendeschleifen. Hatten beide Städte zunächst einen gemeinsamen Fahrzeugpark so wurde dieser zum 1. Januar 1965 getrennt. Dies geschah nachdem Ludwigshafen den zwischen beiden Unternehmen bestehenden Betriebsvertrag bereits 1963 gekündigt hatte. In den Jahren 1991/92 modernisierte die Mannheimer Verkehrsgesellschaft 23 damalige 6-Achser unter Einbau eines Niederflurmittelteil zum 8-Achser. Ab 1994 erhielt Mannheim die ersten von insgesamt 50 Niederflurtriebwagen vom Typ 6MGT. Diese Fahrzeuge sind - wie heute leider üblich - im so genannten Cross-Boarder-Leasing-Verfahren an die Bank of New York City verkauft und von dort zurückgemietet worden. Dieser Bestellung schlossen sich Ludwigshafen und die RHB mit je 14 fünfteiligen MGT6 und 5 siebenteiligen MGT8 an. Auf Grund der Tatsache, dass man mit den Triebwagen nicht zufrieden war bestand die Folgegeneration von Niederflurwagen aus der Variobahn. Die Beschaffung dieses Typs erfolgt nun im Rahmen der Rhein-Neckar-Verkehrs GmbH (RNV) und dauert noch an.

Gleismäßig bestehen zwischen Mannheim und Heidelberg Verbindungen durch die OEG. Zum einen über Edingen und zum anderen über Weinheim befährt die OEG-Linie 5 eine Ringstrecke. Nachdem diese zunächst als Dampfbahn eröffnet wurde, konnte die Gesamtstrecke bis 1956 elektrifiziert werden. Im Gegensatz zu den Stadtnetzen von Mannheim (600 V) und Heidelberg (550 V) erhielt die OEG-Strecke außerhalb eine Spannung von 1200 V. Dies machte die Beschaffung von Fahrzeugen notwendig die unter allen drei Spannungen eingesetzt werden konnten. Sie sahen optisch noch eher nach Eisenbahnfahrzeugen aus. Ein Halbzug aus dieser Zeit wird heute museal erhalten und kommt gelegentlich zum Einsatz. Bei der OEG begann das Niederflurzeitalter 1996.

Bis auf wenige Ausnahmen entwickelte sich der Fahrzeugpark der Heidelberger Straßenbahn unabhängig von den übrigen Betrieben. Im Gegensatz zu Mannheim und Ludwigshafen wurden hier auch keine 6-achsigen Gelenktriebwagen zu 8-Achsern verlängert. Die zunächst beschafften Einrichtungswagen wurden nach Aufgabe der Wendeschleifen an Mannheim und später an Mainz abgegeben. Dafür wurden 6- und 8-achsige Zweirichtungstriebwagen von DÜWAG in Dienst gestellt. Besonders hervorzuheben ist, dass die letzte Serie von GT6 zu festen Doppeltraktionen gekuppelt im Liniendienst steht. Eine Reihe von GT6 wurden an die Schöneiche Rüdersdorfer Straßenbahn (SRS) abgegeben, die die Triebwagen modernisierte und noch länger die Hauptlast auf der Strecke tragen werden. Als einziger Betrieb im Rhein-Neckar-Raum stellte Heidelberg 1985 insgesamt 8 Stadtbahntriebwagen vom Typ M8C in Dienst. Die ab 1994 gelieferten Niederflurfahrzeuge vom Typ MGT6D erhielten auf Wunsch ein Frontdesign das den M-Wagen angepasst wurde. Auch hier konnte der MGT6D nicht überzeugen und so beschafft auch Heidelberg Variobahnen.

Nicht erst seit der Fusion der Rhein-Neckar-Betriebe ist die Zentralwerkstätte (ZWM) in Mannheim für alle Betriebe zuständig wenn es um größere Reparaturen oder Hauptuntersuchungen geht. Mit dem Zusammenschluss zur Rhein-Neckar-Verkehrs GmbH (RNV) legte man sich auch ein neues Lackierungsschema zu. Die neuen Triebwagen erhalten den neuen Lack bereits ab Werk, aber auch ältere Fahrzeuge werden umlackiert. Böse Zungen behaupten das die neue Variante sehr stark an die Lackierung von Arbeitsfahrzeugen erinnert, was auch nicht ganz von der Hand zu weisen ist.

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