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Die Pferdebahn wurde in
Frankfurt von einer belgischen Firma 1872 eröffnet. Die erste Linie verkehrte
zwischen der Innenstadt und Bockenheim. Das Netz wuchs und verdrängte die bis
dahin verkehrenden Pferdeomnibusse. Ab 1884 wurde bereits elektrisch gefahren,
allerdings mit der nie weiter verbreiteten Schlitzrohrfahrleitung. Eine
Akkumulatorenbahn gab von 1897 - 1900 ein kurzes Intermezzo. Die
"richtige" Elektrische fuhr dann erstmalig ab 1899 zwischen
Palmengarten, Sachsenhausen und Bornheim. Die Umstellung zog sich bis 1904
hin. Im Zuge von Eingemeindungen wuchs die Stadt und mit ihr das Netz der Straßenbahn.
Umfasste es 1900 rund 37 Km, so waren es 1914 bereits stolze 92. Der erste Weltkrieg
und die anschließende Weltwirtschaftskrise, stoppten einen weiteren Ausbau.
1923 erhielt das neue Frankfurter Waldstadion einen Straßenbahnanschluss.
Anfang der dreißiger Jahre erreichte das Netz seine größte Ausdehnung. Über
30 Linien waren im Einsatz. Die Zerstörungen im zweiten Weltkrieg führten letztlich
zur vorübergehenden Einstellung des Betriebes. Am 24. Mai 1945
verkehrten die ersten Linien wieder und 1951 erreichte das Netz in etwa wieder
den Vorkriegszustand. Ein Jahr später konnte man bis nach Höchst fahren. Die
letzte Neubaustrecke wurde 1957 nach Enkheim / Volkshaus eröffnet. Dann
zeichnete sich der Niedergang ab. Die "autogerechte Stadt" wurde
favorisiert und der Bau einer U-Bahn beschlossen. 1963 wurde mit dem Bau
begonnen und am 4. Oktober 1968 die erste Linie eröffnet. Das Trambahnnetz
schrumpfte immer weiter, bis sich Ende der 80er Jahre in der Bevölkerung
massiver Widerstand regte. Langsam wendete sich das Blatt. Seit 1999 befährt
die Linie 12 sogar wieder die Konstablerwache. Diese Strecke wurde 1978 mit
Einrichtung der Tunnel-S-Bahn stillgelegt. Die letzte Neubaustrecke im
Straßenbahnbereich betrifft die Linie 17 zum Rebstockbad.
Die
folgende Tabelle führt die aktuell
betriebenen Straßen- und Stadtbahn- (U) linien auf. Zuvor haben wir für Sie die
verschiedenen schematischen Netzpläne im PDF-Format verlinkt.
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| Linie |
Fahrtstrecke |
Bemerkungen |
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| 11 |
Höchst/Zuckschwerdtstraße
- Nied Kirche - Mönchhofstraße - Galluswarte - Platz der
Republik - Hauptbahnhof - Hauptbahnhof / Münchner Straße -
Willy-Brandt-Platz - Römer/Paulskirche
- Börneplatz - Allerheiligentor - Ostendstraße - Ostbahnhof -
Daimlerstraße - Hugo-Junkers-Straße - Alt Fechenheim - Fechenheim/Schießhüttenstraße |
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| 12 |
Schwanheim/Rheinlandstraße
- Waldau - Bürostadt Niederrad - Niederrad Bahnhof -
Niederräder Landstraße - Universitätsklinikum -
Stresemannallee / Gartenstraße - Baseler Platz - Hauptbahnhof /
Münchener
Straße - Willy-Brandt-Platz - Römer/Paulskirche - Börneplatz - Konstablerwache -
Hessendenkmal - Bornheim Mitte - Saalburg / Wittelsbacherallee -
Eissporthalle/Festplatz - Daimlerstraße - Fechenheim/Hugo-Junkers-Straße |
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| 14 |
Bornheim/Ernst-May-Platz
- Saalburg / Wittelsbacher Allee - Zoo - Ostendstraße -
Allerheiligentor - Lokalbahnhof - Südbahnhof - Louisa Bahnhof |
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| 15 |
Niederrad/Haardtwaldplatz
- Niederräder Landstraße - Universitätsklinikum -
Stresemannallee / Gartenstraße - Otto-Hahn-Platz - (Südbahnhof) -
Lokalbahnhof - Mühlberg - Offenbach
Stadtgrenze |
Die
Linie 15 verkehrt nicht zu allen Zeiten auf der Gesamtstrecke |
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| 16 |
Ginnheim -
Markus-Krankenhaus -
Bockenheimer Warte - Varrentrappstraße - Festhalle/Messe - Platz der
Republik - Hauptbahnhof - Baseler Platz - Stresemannallee /
Gartenstraße - Otto-Hahn-Platz - Südbahnhof - Lokalbahnhof -
Mühlberg - Offenbach
Stadtgrenze |
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| 17 |
Rebstockbad -
Nauheimer Straße - Festhalle / Messe - Platz der Republik - Hauptbahnhof -
Baseler Platz - Stresemannallee / Gartenstraße - Stresemannallee -
Louisa Bahnhof
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Neu-Isenburg, Stadtgrenze |
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| 18 |
Preungesheim, Gravensteiner Platz
- Alkmenestraße - Walter-Kolb-Siedlung - Bodenweg -
Friedberger Warte - Wasserpark - Münzenberger Straße -
Nibelungenplatz / | |